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Verhalten bei Gewitter

Wann ist ein Gewitter gefährlich nahe?


Auf diese elementare Frage wissen viele nicht die richtige Antwort. Mit dieser Unkenntnis beginnt laut AUVA die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden. Sie erachten ein Gewitter für gefährlich, wenn:

  • die Entfernung zu einer Gewitterwolke kleiner als zehn Kilometer ist und nicht wenigstens eine halbe Stunde nach dem letzten hörbaren Donner vergangen sind.

  • Liegt zwischen Blitz und Donner ein zeitlicher Abstand von weniger als 30 Sekunden, sollte man schleunigst Schutz suchen.

Blitze können auch „aus heiterem Himmel kommen", noch bevor der Niederschlag einsetzt bzw. bei Sonnenschein, warnen die Experten.


An bestimmten Orten besteht eine erhöhte Gefährdung für Blitzunfälle:

  • Berggipfel, Klettersteige usw.

  • Dachterrassen ohne Schutz oder Plattformen auf Aussichtstürmen

  • Sportplätze, Swimmingpools und Gewässer

  • Zelte

  • Fahrzeuge, die nicht durch ein Metalldach geschützt sind wie Cabrios, Motorräder, Mopeds, Fahrräder, Boote


Doch auch ein „Dach über dem Kopf“ bietet nicht immer hinreichend Schutz, nämlich dann nicht, wenn das Gebäude keine Blitzschutzanlage besitzt. Wer sich in einem solchen Bau aufhält, sollte sich zur Erhöhung der eigenen Sicherheit:

  • in Raummitte aufhalten

  • wenn möglich Fenster und Türen schließen

  • Abstand halten von elektrischen Geräten und zwar mindestens einen Meter

  • Installationen (Gas-, Wasser- und Heizungsanlagen) nicht berühren

  • Festnetztelefone höchstens im Notfall benutzen


Im Freien sollte man sich jedenfalls nach Möglichkeit nicht aufhalten, denn dort gibt es keine sicheren Plätze, jedoch Orte, die weniger gefährlich sind wie:

  • unter von Stahlgittermasten getragenen Hochspannungsleitungen

  • unter Seilbahnen- und Liftseilen

  • unter großen Brücken

  • tiefe Mulden, Höhlen etc.

  • im Waldinneren, wenn von umgebenden Bäumen zwei Meter Abstand gehalten wird

  • einzeln stehende Bäume, wenn von allen Baumteilen zwei Meter Abstand eingehalten wird. Allerdings besteht eine gewisse Gefährdung durch abbrechende Äste.


Mindestens zwei Meter Abstand sollte man auch von anderen Menschen und von allen Teilen hoher Objekte, die vom Blitz getroffen werden könnten, halten. Stromleitende Objekte, z. B. metallische Zäune, sollte man keinesfalls berühren und auch ihre Nähe meiden. Am besten man trägt keine über den Körper hinausragenden Gegenstände wie Schirme, Stöcke, Sportgeräte, Werkzeuge (Gabel, Rechen usw.), denn sie ziehen Blitze an. Auf ebenem Gelände verringert Niederhocken (nicht jedoch auf den Boden legen!) die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden. Wer steht, sollte das mit geschlossenen Beinen tun, um gefährlichen Spannungen („Schrittspannung“) auf der Erdoberfläche, die durch in die Erde fließenden Blitzstrom entstehen, zu entgehen.


Sicherer Schutz


Den besten Schutz findet man in Gebäuden mit Blitzschutzanlage, in Tunnels, in Fahrzeugen mit einer Ganzmetallkarosserie oder einem Metallrahmen (außer Cabrios), in einem Traktor mit Kabine oder in Eisenbahnwaggons.


Erste Hilfe bei Blitzunfällen


„Nach einem Blitzschlag sind meist nur Verbrennungen auf der Haut zu erkennen. An der Kleidung sind aber deutliche Spuren zu sehen. Mehr als die Hälfte der Opfer klagt über Hörschäden. Als Folge eines Blitzschlags drohen Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kreislaufstillstand und Schock. Es müssen daher sofort die lebenswichtigen Funktionen überprüft und rasch Erste Hilfe Maßnahmen durchgeführt werden“, sagt Dr. Susanne Schunder-Tatzber vom Österreichischen Roten Kreuz. Auch wenn bei einem Verunglückten keine äußeren Verletzungen erkennbar sind, kann ein lebensbedrohender Zustand bestehen.


  • Bei reglosen Personen unbedingt Bewusstsein, Atmung und Kreislauf kontrollieren.

  • Bei Bewusstlosigkeit: Verunfallten in stabile Seitenlage bringen, die Rettung rufen, minütliche Kreislauf-Kontrollen durchführen.

  • Bei Atem-Kreislauf-Stillstand: Die Rettung rufen, Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage und künstlicher Beatmung) durchführen bis zum Wiedereinsetzen von Atmung und Puls bzw. der ärztlichen Behandlung.

  • Bei Vorhandensein eines Defibrillators, den Herzrhythmus prüfen und bei Kammerflimmern einen Elektroschock verabreichen.
   

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